Nacht Aktivismus

 

Konzept / Performance Andreas Liebmann

Technik: Joscha Eckert, Robin Burkhardt

Produktion: Theater Rampe Stuttgart(Vagabundenkongres)

 

 

 

Die Nacht macht den Tag

Hörspur

"Nacht Aktivismus" ist eine Hörlounge. Man legt sich hin, und hört einen Sprecher über seine Aktivitäten in der Nacht nachdenken. Diese Hörinstallation entstand aus mehreren Tagen Nachtaktivitäten im Rahmen des "Vagabundenkongresses". Während der Kongress schlief oder Party machte, arbeitete ich. Der tageshektische kapitalistische Strom -  wie wird er in der Nacht gezündet oder beruhigt? Ich verbrachte Nachtschichten mit Krankenschwestern im benachbarten Krankenhaus, im Biogrosshandel, und, Ranciere lesend, im Theater Rampe. Ich hielt mal besser mal schlechter durch. In der Regel ging ich gegen 7 Uhr ins Bett. Manchmal war es nur durch den Konsum nervtötender Agentenserien auszuhalten ("Homeland"). Am Ende entstand dann doch eine Verdichtung, und zwar angestossen durch im Textbeispiel zitierte Überlegung von Johan Forsman und Anders Paulin, deren Performance "Three white soldiers" ich am Festival "Follow the money" sehen durfte. Der hyperschnelle Kapitalismus unserer Tage, er ist genauso eine Frucht der bewusstseinsverändernden Drogenerfahrungen der Hippiebewegung wie die Träume von Love and Peace.

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