Aargh $$??§§!!!- eine Fehlervereinigung

Konzept, Performance:

Andreas Liebmann

 

Cello:

Augustin Maurs

 

Klarinette (HAU Version):

Kai Fagaschinski

E-Gitarre Version GfkFB:

Kai Malmus

 

Sound:

Thomas Friese

 

Künstlerische Begleitung: Beatrice Fleischlin

 

Koproduktion:

Festival Höhenrausch Rostock

GfkFB Berlin (Kunstfabrik)

 

Gastspiele:

HAU Berlin, Theater Basel

 

Welchen Ihrer Fehler würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

Wie reagiert Ihr Körper auf einen Fehler?

In der Performance werden Fehler eingesammelt und zu

einem präsentablen Objekt verarbeitet.

 

Das Objekt wird von mir mit Hilfe der Zuschauer erstellt, ist also ein kollektiv hergestelltes, sehr vergängliches und mittelhübsches Werk.

 

Der Ablauf der Performance: Beim Eintritt in den Performanceraum findet der Zuschauer Tische vor, auf denen unterschiedliche Fragen gestellt werden:

Welchen Ihrer Fehler würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen? Wie reagiert Ihr Körper auf einen Fehler? Woran erkennen Sie, dass Ihr gegenüber einen Fehler gemacht hat? Welche Fehler bewundern Sie? etc...

Auf den Tischen liegt Kreide auf, und die Zuschauer schreiben ihre Antworten auf die Tische. Anschliessend werden diverse Zwischenstationen gezeigt, die alle auf eine spezifische Weise das Phänomen des Fehlers reflektieren (Challenger-Absturz-Hördokument, Videoinstallation mit Gesichtszuckungen, Fehlerpredigt u.a.). Dann wälze ich mich auf den Tischen, nehme also alle Fehler auf meinen Körper. Anschliessend drehe ich einen Tisch um und bastle daraus mit Hilfe einer Plastikplane eine Badewanne. Die Zuschauer können mich mit Wasser übergiessen. So werden die Sätze der Zuschauer in die Badewanne geschwemmt. Das Wasser wird mit Gips ausgegossen, die Plastikplane oben zusammengebunden und über einen Flaschenzug hochgezogen. In Rostock besorgte diese Arbeit ein Zirkusesel. Am Ende hängt das Objekt, und wir haben wieder etwas gemeinsam geschafft. Selbst wenn es nur ein Fehler-Objekt ist. Als Abspann lief in Rostock ausserdem ein Zusammenschnitt einer Strassenumfrage vor Ort über Fehler und Perfektion. Während des Interviews habe ich versucht, den Passanten einen hässlichen, an einer Stange schwebenden Hut aufzusetzen.

 

Das Objekt am Ende der Performance sieht ungefähr so aus:

Wer ist hier, obwohl er gar nicht hier sein will?

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