“Klubschule Import” ist eine Abendschule für Einheimische, geleitet von Geflüchteten. Sie wurde 2016 zum ersten Mal im Rahmen eines zweiwöchigen Pilotversuchs im Fabriktheater Rote Fabrik durchgeführt.

 

Eine Schwierigkeit für Geflüchtete in ihrem Aufnahmeland ist, dass sie vom Moment ihrer Aufnahme an nur noch als “Flüchtlinge” gesehen werden - als ob das der zentrale Bestandteil ihrer Identität wäre. Vor Ihrer Flucht waren sie aber alles andere - Bauern, Lehrer, Journalisten, Ärzte, etc. Ihre Berufe, die ihre Identität aber doch eigentlich ausmachen, in denen sie in ihrem Herkunftsland Leidenschaft, Können und soziale Kontakte entwickelt haben, spielen hier plötzlich keine Rolle mehr. Die Einheimischen interessieren sich, wenn überhaupt - für die spektakulären, traurigen oder grausamen Fluchtgeschichten. Aber was für ein Wissen bringen die Geflüchteten eigentlich mit? Was können wir von ihnen lernen? Können wir die Differenz Geflüchtete/Einheimische überspringen?

 

Mit der Klubschule Import haben wir eine Plattform entwickelt, in der sich Geflüchtete und Einheimische auf der Basis von fachlicher Auseinandersetzung begegnen können. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht der Austausch über ein Fachgebiet, das die neu Angekommenen beherrschen. In der Regel unterrichtet

ein/e Lehrer/In (jeweils ein/e Geflüchtete/r) eine Stunde lang Einheimische, die sich für das unterrichtete Fach interessieren und sich angemeldet haben.

 

Klubschule Import

 

KONZEPT

Andreas Liebmann,

Cecilie Ullerup Schmidt

 

Assistenz: Vera Gujer

 


Ausstattung: Mai Gogishvilie

 

In Koproduktion Fabriktheater

Presse Fotos Programm

“Die Klubschule Import verwirklicht eine naheliegende Idee: Das brachliegende Wissen von Geflüchteten zu nutzen und gleichzeitig Begegnungen zwischen Geflüchteten und Einheimischen zu ermöglichen. Das überzeugt. Daraus könnte später eine ständige Insitution hervorgehen. Die Klubschule Import hat Potential.”

SRF Kontext

HOME

 

 

HOME